Ein Unternehmer ist jemand, der täglich 16 Stunden zu arbeiten bereit ist,
um nicht acht Stunden pro Tag für einen anderen arbeiten zu müssen.
Unternehmensnachfolge
Die Übergabe des
Unternehmens an einen Nachfolger ist eine der zentralen Fragen des mittelständischen
Unternehmers. In Deutschland stehen jährlich ca. 80.000 mittelständische Betriebe vor
dem Generationswechsel. Betroffen davon sind auch ca. 1 Million Arbeitnehmer. Viele
Unternehmer werden von dieser komplexen und meistens einmaligen Aufgabenstellung
überfordert. Viele gehen die Nachfolge zu spät an. In vielen Fällen sind die
Unternehmer schon weit über 65 Jahre alt.
Für die Lösung des
Nachfolgeproblems in einem mittelständischen Unternehmen gibt es grundsätzlich mehrere
Möglichkeiten:
- Familieninterne Nachfolge
- Übergabe der Führung des Unternehmens an familien-externes Management (ohne
grundlegende Änderung der Besitzverhältnisse)
- Verkauf des Unternehmens oder zumindest wesentlicher Teile an internes oder externes
Management (MBO/MBI)
- Verkauf des Unternehmens
Wie sich hieran
zeigt, handelt es sich - neutral betrachtet - bei der Unternehmensnachfolge im Kern um
spezifische Formen von Unternehmensgründung und/oder Unternehmenserwerb/-veräußerung.
Je nach Größe des
Unternehmens und je nach Branche sind die Möglichkeiten in der Praxis jedoch stark
eingeschränkt. Darüber hinaus können die Motive für eine qualifizierte Nachfolge sehr
vielschichtig sein:
- Das Lebenswerk soll erhalten und ausgebaut werden.
- Der in vielen Jahren geschaffene materielle Wert ist meistens von dem
erfolgreichen Fortbestand des Unternehmens abhängig.
- Der Unternehmer fühlt sich gegenüber Mitarbeitern und
Geschäftspartnern verpflichtet.
- Der Unternehmer möchte seinen Kindern eine möglichst gute Startbasis
hinterlassen.
- Die in der Zukunft erwarteten Unternehmenserträge stellen einen
erheblichen Teil der Altersvorsorge des Unternehmers dar.
- etc.
Fazit
Die Nachfolge ist
eine komplexe, häufig schwierige und extrem wichtige Aufgabe für das
Familienunternehmen. Die hierfür benötigte Zeitdauer und Managementkapazität gilt es,
realistisch einzuschätzen.
Die klare
Aufgliederung der Nachfolgeaufgabe in Unternehmensführung, Erbe
und Familie sowie die ständige konsequente Unterscheidung zwischen Emotionen
und Fakten sind unverzichtbar.
Qualifizierte
externe Unterstützung hilft nicht nur, die beste Lösung zu finden, sondern diese auch
umzusetzen.
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